Freitag, 27. September 2013

Nur ein kurzer Flug

zwischen Sydney und Brisbane - aber ich musste ja den Zug nehmen!

17 Stunden in Zug und Bus, aber so sehe ich wenigstens etwas von der Umgebung. Wir fahren vorbei an bewaldeten Schluchten, entlang eines spiegelglatten Sees mit malerisch versteuten Häusern am Ufer. Dann wieder geht es durch dicht besiedelte Gegenden, woraufhin offene Landschaft folgt.

Ist das Wetter während des Tages eher bedeckt, legt sich am Abend goldener Sonnenschein über die Bäume am Rande der Schienen. Für zwei kurze Augenblicke taucht der Ozean unerwartet am Horizont auf um dann sofort wieder zu verschwinden. Diese Momente reichen aus, um meine Kräfte ein wenig zu beleben. Nach einigen Stunden wird die Fahrt doch eher langweilig. Da helfen auch die netten Gespräche mit meiner Sitznachbarin nicht mehr viel.

Nach Einbruch der Dunkelheit geht es ab Casino mit dem Bus weiter. Noch liegen etwas über 3 Stunden Fahrt vor mir. Und so mache ich mir ein Hörspiel an und lasse die Lichter an uns vorbei ziehen.

Wir machen einen kurzen Zwischenstopp im einstmals legendären Surfers Paradies, heute weniger bekannt für seine idealen Surf-Bedingungen sondern mehr für seine Hochhäuser. Ich muss zugeben, dass die Stadt wirklich mehr einer Großstadt als einem Paradies gleicht, dennoch hat sie, jetzt in der Dunkelheit, eine faszinierende Ausstrahlung. Trotzdem habe ich seit Sydney genug von Großstädten und freue mich, wenn ich in ein paar Tagen Brisbane verlassen kann, selbst wenn ich diese Stadt mag.

Nach all den Stunden in Flugzeugen, auf Meditationskissen, in Zügen und Bussen ist es jetzt ganz offensichtlich: Mein Hintern ist platt gesessen. Den Rückflug werde ich wohl auf dem Bauch liegend im Frachtraum verbringen müssen!

Übrigens, falls ihr etwas von den Bränden in New South Wales gehört habt: ich bin beteits in Queensland, viele Kilometer entfernt.

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